Kissing Data Symphony

03.07.2021, 18:00-19:00
Kissing Data Symphony
Sa. 3. 7. 21:0022:00

EEG Performance von Karen Lancel (NL) & Hermen Maat (NL)

Kann ein Kuss in Biofeedback-Daten übersetzt werden? Wie fühlt sich Ihr Kuss in E. E.G.-Daten an? Das Künstler- und Forscherduo Lancel/Maat untersuchen kritisch soziale, sensorische Zusammenhänge, Privatsphäre, Empathie, Verletzlichkeit und Vertrauen, wenn sie durch Multi Brain Computer Interfaces (Multi BCI) vermittelt werden.

Bei internationalen Performance-Installationen werden Menschen eingeladen, einen gemeinsamen Kuss als eine intim co-kreierte, reflexive Datenlandschaft zu erleben. Küsse werden sensorisch für ein poetisches, digitales synästhetisches Ritual neu inszeniert. Bei Live-Kussexperimenten mit Multi BCI E. E. G. Headsets werden die Besucher als Küsserinnen und Küsser oder Beobachterinnen und Beobachtern zur Teilnahme eingeladen. Beim Küssen werden ihre Gehirnströme gemessen. In Echtzeit werden sie von ihren Streaming-E. E.G.-Daten in einer Bodenprojektion umkreist. Gleichzeitig werden die Hirnströme der Beobachterinnen und Beobachtern gemessen, deren Neuronen die Aktivität intimer Kussbewegungen widerspiegeln und in ihrer Phantasie mitschwingen. Sowohl die Daten der Küsser als auch die der Beobachter erzeugen eine immersive visuelle, reflexive Datenlandschaft, übersetzt in einen Algorithmus für eine Klanglandschaft, eine „Kissing Data Symphony“. Kissing Data lädt ein, intime BCI-Daten zu erforschen, mitzugestalten und mit zu interpretieren, um den Dialog und die Reflexion über ethische Designkonzepte zu teilen. In dieser poetischen, von Multi BCI vermittelten sozialen Synthese wird jede einzelne E. E.G.-Daten-Klanglandschaft gespeichert, die von allen BesucherInnen heruntergeladen und genutzt werden kann. Eine Auswahl von Datenvisualisierungen wird als „Portrait of a Shared Kiss“ gedruckt.

In 2019 wurde die Arbeit mit dem Preis der Global AI Art Competition (GAAC), Tsinghua University, China ausgezeichnet.

Diese Arbeit wurde im Rahmen des Programms European Media Art Platforms (EMAP) bei RIXC (LV) mit Unterstützung des Creative Europe Kulturprogramms der Europäischen Union realisiert.

Karen Lancel

Karen Lancel und Hermen Maat aus Amsterdam gelten als bahnbrechend in der Erforschung des Spannungsfeldes zwischen verkörperter Präsenz, Intimität und Entfremdung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Isolation, Privatsphäre und dem Vertrauen in posthumane bio(techno)logische Verstrickungen mit (nicht-)menschlichen Anderen. In ihren Arbeiten erforschen sie eine verbindende ethische Herangehensweise an KI-Design, die auf gesellschaftlicher und verkörperter Co-Abhängigkeit in gemeinsamen Reflektionen und Dialogen basiert.

Hermen Maat

Karen Lancel und Hermen Maat aus Amsterdam gelten als bahnbrechend in der Erforschung des Spannungsfeldes zwischen verkörperter Präsenz, Intimität und Entfremdung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Isolation, Privatsphäre und dem Vertrauen in posthumane bio(techno)logische Verstrickungen mit (nicht-)menschlichen Anderen. In ihren Arbeiten erforschen sie eine verbindende ethische Herangehensweise an KI-Design, die auf gesellschaftlicher und verkörperter Co-Abhängigkeit in gemeinsamen Reflektionen und Dialogen basiert.

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