The Siren's Scream

The Siren's Scream

Moving Image Installation von Aleksandra Niemczyk (NO/PL), 2019

Die Mehrkanal-Videoinstallation The Siren’s Scream basiert auf Bildern der Malerin Leonora Carrington. Die groteske Parabel entfaltet sich über Visionen, wie sie durch Traumata, Mutterschaft und die Ablehnung des Rechts auf Selbstbestimmung des eigenen Körpers ausgelöst werden.

Der neo-primitive Stil zitiert die Arbeit der Filmsurrealistin Ulrike Ottinger. Aleksandra Niemczyks selbstgemachtes Bühnenbild und die Arbeit mit Laiendarsteller:innen beschwört eine Aura des Unwirklichen herauf. In der magischen Realität dieser Welt wird ein Mädchen mit einer Behinderung oder vielmehr einer Superkraft, die für sie und andere gefährlich ist, von ihrer leiblichen Mutter in einer Babyklappe zurückgelassen. Bald wird sie von der bösartigen Königin einer Gesellschaft adoptiert, welche die ihr untergebenen Vogelfrauen ausbeutet und sie zwingt, die von ihnen gelegten Eier abzugeben.

The Sirens Scream wurde in Zusammenarbeit mit der Community von Bandits-Mages im französischen Bourges produziert und ist unseren polnischen Schwestern gewidmet, denn das Thema des Films spiegelt die Empörung über die Missachtung der Frauenrechte im heutigen Polen wider.

Diese Arbeit wurde im Rahmen des Programms European Media Art Platforms (EMAP) bei Antre Peaux (ex Bandits Mages) (FR) mit Unterstützung des Creative Europe Kulturprogramms der Europäischen Union realisiert.

Aleksandra Niemczyk

Aleksandra Niemczyk hat einen M. A. in Bildender Kunst der Europäischen Akademie der Künste in Warschau (2001). Sie studierte bei Béla Tarr und gehörte zur ersten Generation von Masterstudierenden, die das Programm der Sarajevo Film Factory absolvierten (2013–2015). Ihre Praxis reicht von Malerei über Film bis zur Mehrkanal-Filminstallation.

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