Ulysses 2.0

04.07.2021, 14:00-22:00
Ulysses 2.0
So. 4. 7. 14:0022:00

Audio Walk von LIGNA (DE)

Ohne Karte und Kompass, Schiff und Besatzung brechen die Teilnehmer:innen zu einer Reise ins Unbekannte auf, eine Reise, von der sie nicht wissen, wohin sie führt. Ein Programm namens Ulysses 2.0 weist dabei die Richtung. Der Weg führt ins Unbekannte einer scheinbar bekannten Welt. Dabei verbindet sich der Gang jedes Einzelnen mit dem Gang aller Lebewesen. Denn im Zeitalter des Anthropozäns stellt sich die Frage: Wie könnte ein auf gegenseitiges Überleben aller Spezies bedachtes Verhältnis aussehen? Im Meer des Bewusstseins treibend finden sich überraschende Antworten. Sicher ist nur, der Mythos des Menschen muss vollständig neu geschrieben werden.

Die Odyssee als Hörspaziergang nach Homer und James Joyce. Weitere Wegbegleiter:innen: Donna Haraway, James Lovelock und Lynn Margulis.

  • Mit den Stimmen von: Josefine Israel, Samuel Weiß und Mareike Hein
  • Musik: Günter Reznicek
  • Grafik: Johannes Koether
  • Fotos: Anja Beutler

Ulysses 2.0 ist eine Produktion von LIGNA und Kampnagel. Gefördert durch die Konzeptionsförderung der Kulturbehörde Hamburg. Mit freundlicher Unterstützung durch Werkleitz.

HINWEIS: Der Hörspaziergang ist nur in deutscher Sprache verfügbar.

LIGNA

LIGNA besteht aus den Medien- und Performancekünstlern Ole Frahm, Michael Hueners und Torsten Michaelsen.

In Shows, urbanen Interventionen und performativen Installationen erforschen sie seit 2002 die Handlungsmöglichkeiten sich zerstreut und temporär assoziierender Kollektive. Dabei entwickeln sie unterschiedliche Modelle des Mediengebrauchs: Das Radioballett lädt die Teilnehmenden beispielsweise ein, in ehemals öffentlichen, inzwischen privatisierten und kontrollierten Orten wie Hauptbahnhöfen oder Shopping Malls einer Choreografie von verbotenen und ausgeschlossenen Gesten zu folgen. Das Publikum wird dabei zu einem Kollektiv von Produzent:innen. Es entsteht eine Assoziation, die unvorhersehbare, unkontrollierbare Effekte hervorbringt, welche die Ordnung des Raumes herausfordern. In Theaterstücken wie Der Neue Mensch oder Ödipus der Tyrann wird das Publikum dazu aufgefordert, sich den Bühnenraum in einer vielschichtigen gestischen Interaktion anzueignen und das Theater als Ort der Repräsentation in Frage zu stellen. Aktuellere Arbeiten wie Die große Verweigerung oder Rausch und Zorn laden die Teilnehmer:innen zu einem komplexen Spiel ein, dessen Regeln sich erst allmählich enthüllen.Die Arbeiten von LIGNA wurden mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet.

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